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Geräuschempfindlichkeit


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Hyperakustik

Bei Hyperakusis liegt die Unbehaglichkeitsschwelle unter 80 dB.(50-80 dB)

Der Bereich angenehm lauten Hörens wird durch die MCL-Messung beschrieben. (Most Comfortable Level) Dieser Bereich ist ebenfalls zu niedrigeren Pegel verschoben.

Hyperakusis

Als Hyperakusis bezeichnet man die übermäßige Reaktion des Organismus auf normale Alltagsgeräusche.

Neurophysiologisch gesehen ist die Geräuschüberempfindlichkeit (Hyperakusis) (nach G. Hesse) eine Vernetzung von fehlender Hemmung und emotional affektiven Reaktionen, die sich nicht nur auf Störgeräusche beschränkt, sondern praktisch das gesamte akustische Erleben betrifft.

Wir sprechen von Hyperakusis, wenn

  • eine Überempfindlichkeit auf alle, auch relativ leise Geräusche (60 bis 80 dB HL), besteht, unabhängig von der konkreten Tonqualität.
  • gleichzeitig lautere Geräusche über 85 dB (A) eine vegetative Symptomatik wie Herzjagen, Schweißausbrüche, Angst oder Unruhe hervorrufen.
  • ein eventuell bestehender Tinnitus in seiner Empfindung möglicherweise für mehrere Stunden oder gar Tage verstärkt wird.

Neben Hyperakusis existieren auch andere Formen der Geräuschüberempfindlichkeit. Man bezeichnet sie als Recruitment, Misophonie und Phonophobie.


Recruitment ist eine Geräuschüberempfindlichkeit als Ausdruck einer Schädigung der äußeren Haarzellen bzw. als Empfindlichkeit in den Frequenzen des Hörverlustes. Beispiel: Man versucht, dem an Innenohrschwerhörigkeit leidenden Patienten eine Information mit lauter Stimme zu vermitteln. Es folgt prompt eine Antwort von Seiten des Betroffenen:„Schrei doch nicht so!“

Der Begriff Misophonie wird erst seit 2001/2002 eingesetzt. Bei der Misophonie geht es um Geräusche, die der Betroffene als unangenehm empfindet. Es kann sogar aggressive Reaktionen demjenigen gegenüber auslösen, von dem dieses Geräusch ausgelöst wurde.

Phonophobie bezeichnet man als Geräuschüberempfindlichkeit auf Reize einer bestimmten Kategorie, mit der gleichzeitig Angstsituationen/-zustände und psychische Irritationen als Begleitsymptome auftreten.

Für von Hyperakusis betroffene Menschen bieten wir:

  • individuelle Analyse der Hörfähigkeit durch
    • Ton- und Sprachaudiometrie mit Bestimmung der/des
      • Tonhörschwelle
      • Bereich angenehm lauten Hörens
      • Unbehaglichkeitsschwelle
      • Hörverlust für Sprache
      • Diskriminationsverlust (bei optimaler Lautstärke)
      • Bereich komfortabel lauter Sprachwahrnehmung
      • Unbehaglichkeitsgrenze für Sprache
    • Fragebögen
      • Tinnitusfragebogen (Goebel/Hiller)
      • Geräuschempfindlichkeitsfragebogen (Nelting)
    • Strukturiertes Gespräch (Audiotherapie)
  • Individuelle Hilfe bei der Bewältigung der Hyperakusis:
    • Hörübungen zur Verbesserung der Hörwahrnehmung
    • Geräuschtherapie mit Hörsystemen
    • Geräuschtherapie mit Rauschsystemen
    • Geräuschtherapie mit Umgebungsgeräuschen

Download weiterer Informationen:

Hyperakusis 10 Schritte Hyperakusis Therapie mit Rauschern